Neues Rechtsberatungsgesetz
Holger Pollmann folterte am 25.08.2006 folgende Tasten:
> Wir reden hier aber nicht von Studenten, sondern von den Mitarbeitern
> der Uni. Die sind nicht dafür da, ihre erworbenen Kenntnisse für
umme
> interessierten Mitbürgern in Form von Rechtsrat zukommen zu lassen,
> sondern dazu, Forschung und Lehre zu machen.
Aber das sollen dann doch bitte die selbst, ihre Arbeitgeber oder wer auch
immer regeln, von mir aus in dafür gedachten Gesetzen. Aber was hat das
mit
dem Rechtsberatungsgesetz zu tun?
Marco
--
"Und ich biete Ihnen gerne meinen Rat an, wenn es darum geht Frauen zu
verstehen - wenn ich einen habe, gebe ich Ihnen bescheid."
(Capt. Jean-Luc Picard)
Neues Rechtsberatungsgesetz
Neues Rechtsberatungsgesetz
Holger Pollmann folterte am 25.08.2006 folgende Tasten:
>>> Ich bin der Meinung, daß jeder, der, sei es als Haupt- oder
als
>>> Nebenleistung, Rechtsberatung machen möchte, dafür eine
irgendwie
>>> reglementierte Ausbildung vorweisen können müssen
sollte.
>>
>> Warum gerade bei der Rechtsberatung? Was ist mit EDV-, Steuer-,
>> Energie-, Finanz- oder Unternehmensberatern?
>
> Weil es m.E. nirgends so sehr wie bei der Rechtsberatung wichtig ist,
> daß derjenige, der da was erzählt, davon auch Ahnung hat.
Zugegeben, bei falscher Beratung kann da einiges in die Hose gehen.
Allerdings sehe ich die Juristen da nicht so allein auf weiter Flur wie du.
Ist bei den oben aufgeführten Beispielen mitunter genau so, und die Liste
könnte man auch fortführen.
Und hier gehts ja schließlich nicht um die Verhandlung vor Gericht, die
soll zum Wohle der Nerven aller Beteiligter ruhig ein ANwalt führen.
>> Ich frage mich einfach nur, welche grundlegende Schwäche gerade
>> Juristen haben, daß der Gesetzgeber sich genötigt sieht,
diese
>> gegen Konkurrenz aus anderen Berufen zu schützen.
>
> Die Schwäche liegt bei den potentiellen Klienten.
Eben, sollen die das doch bitte für sich selbst entscheiden, ob
siejemanden
mit 2. Staatsexamen, Anwaltzulassung und allem Pi-Pa-Po um rat fragen oder
den jungen in der Straße, der gerade vom VHS-Kurs "Zivilrecht in
zwei
Stunden" kommt.
Ich denke, eine Öffnung würde hier mehr bewirken als kaputt machen.
Die
Leute würden sich nämlich viel eher mal Rat holen und nicht erst bis
zum
letzten Zeitpunkt warten, weil man "ja gleich erstmal ein Vermögen
bezahlt,
nur um eine Frage zu stellen".
Marco
--
Schulden sind wie Frauen: Hast Du sie einmal am A****, wirst Du sie nie
wieder los.
Neues Rechtsberatungsgesetz
Holger Pollmann schrieb:
> Falk Willberg schrieb:
>
>>> Ich bin der Meinung, daß jeder, der, sei es als Haupt- oder
als
>>> Nebenleistung, Rechtsberatung machen möchte, dafür eine
irgendwie
>>> reglementierte Ausbildung vorweisen können müssen
sollte.
>> Warum gerade bei der Rechtsberatung? Was ist mit EDV-, Steuer-,
>> Energie-, Finanz- oder Unternehmensberatern?
>
> Weil es m.E. nirgends so sehr wie bei der Rechtsberatung wichtig ist,
> daß derjenige, der da was erzählt, davon auch Ahnung hat.
Ich denke, das ist der Punkt: Ich finde es viel wichtiger, daß die
Werkstatt meine Bremsen richtig montiert, als daß mir ein Anwalt
richtigen Rat gibt, wie ich bspw. einen Mietnomaden loswerde.
Beim Fehler des Ersten bin ich im Extremfall tot, bei einem Fehler des
zweiten nur arm.
Im übrigen meine ich, daß angesichts der Gefahren, die Anwendern in
der
EDV drohen, ein EDV-Beratungsgesetz dringend erforderlich ist ;-)
Es ist nur dem Zufall zu verdanken, daß noch keine Schadsoftware Akten
von Gerichten oder Anwälten öffentlich verteilt hat.
Falk
--
A: Weil es die Lesbarkeit des Textes verschlechtert.
F: Warum ist TOFU so schlimm?
A: TOFU
F: Was ist eins der groesste Aergernisse im Usenet?
Neues Rechtsberatungsgesetz
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Wolfgang Maron schrieb:
> Es ist noch daraufzuverweisen, daß meine Petition vom Bundestag
nicht ohne
> Grund angenommen wurde.
Was denn für eine Petition, und was verstehst Du unter
"angenommen"?
> Und noch ein Beispiel, eben nur - ein - Beispiel,
> nachzuweisen mit Aktenzeichen: Es wurde ein PKH-Antrag für eine
> Nichtzulassungsbeschwerde beim BSG gestellt. Er hatte Erfolg. Es wurde ein
> Anwalt beigeordnet, und der hat die Sache kaputtgemacht. Die Argumentation
> aus dem PKH-Antrag hat er nicht übernommen, sondern zehn Seiten
Unsinn
> geschrieben. Und wohl gemerkt, die Nichtzulassungsbeschwerde hat er
> kaputtgemacht.
1. Kann das ein Anwalt eigentlich - "kaputtmachen", meine ich:
da mihi facta, dabo tibi ius. (Oder auch: Wozu braucht man
denn eigentlich einen Anwalt?)
2. Fein, dafür ist der Anwalt haftpflichtversichert.
3. 2. nützt nichts, wegen 1. ;-)
> Wie das im eigentlichen Revisionsverfahren weitergegangen
> wäre, kann dahinstehen.
Genau.
Gruß aus Bremen
Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse
Emission
gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Neues Rechtsberatungsgesetz
Rudi Menter wrote:
>
> Dazu muß man nur wissen:
>
> Die zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter, die amerikanische
> Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter, die Verordnung der
europäischen
> Gemeinschaft über den Import von Karamelbonbons exakt 25911
Wörter.
Es gibt keine Verordnung der europäischen Gemeinschaften über den
Import
von Karamelbonbons, auch keine ähnliche Norm. Diese Behauptung (und die
Statistik) ist frei erfunden und dient lediglich der politischen
Propaganda. Bitte verbreite sie nicht mehr.
http://de.wikipedia.org/wiki/EU-Verordnung zur Einfuhr von
Karamelbonbons
Ciao Henning
Neues Rechtsberatungsgesetz
Holger Pollmann wrote:
> Rudi Menter schrieb:
>
>
>>>Sowas ist Schmarotzen. Dito die Leute, die Unimitarbeiter als
>>>Rechtsberatung nutzen wollen.
>>
>>Dennoch, das Rechtssystem, das sich regelmäßig seine
Abhängigen
>>erzeugt, ist da prinzipiell nich ("moralisch") besser, wenn
auch
>>weit intelligenter.
>
>
> Man kann der Meinung sein, daß die potentiellen Klienten den Schutz
des
> RBerG vor unfähigen Leuten, die sich zu Rechtsrat berufen
fühlen, nicht
> brauchen; das kann man durchaus haben.
>
> Aber immer hinzugehen und Anwälte als gierige Raffgeier darzustellen,
> die das RBerG durchgeboxt haben, um ihre Pfründe zu sichern, bedeutet
> einfach zu ignorieren, daß das nicht der Grund für seine
Existenz ist.
> Es geht tatsächlich um "Verbraucherschutz", und schon heute
geben ja
> teilweise auch andere Leute schlechten Rechtsrat, so daß m.E. dieses
> Prinzip kein schlechtes ist. Man muß es sicher nicht so umsetzen,
klar,
> aber die Befürchtung, wenn man das jeden machen läßt, dann
würde viel
> unqualifizierter Rat erteilt, halte ich für stark begründet.
>
Warum ist es dann auch Richtern selbst Verfassungsrichtern verboten
altruistischen Rechtsrat an persönliche Freunde zu geben?
Wenn sogar OLG Richter von altruisischer Rechtsberatung ausgeschlossen
waren: http://www.forumjustizgeschichte.de/Wasch mir den
P.198.0.html
wie soll das den (unbemittelten) Verbraucher schützen?
Wie kann sich die Anwaltschaft gegen dieses Urteil des
Verfassungsgerichtes stellen:
http://www.rechtsberatungsgesetz.info/show/44899.html ? Wer
merkt da
nicht, dass das nicht dem Verbraucherschutz dient?
Hitler ging es 1935 nicht darum gute Rechtsberatung zu sichern, sondern
den jüdischen Anwälten, die aus der Rechtsanwaltskammer
ausgeschlossen
wurden (1935 waren immer noch 50 % der Rechtsanwälte in Berlin Juden)
auch die kostenlose Hilfe (auch für Familienmitglieder:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id
Neues Rechtsberatungsgesetz
Martin Dietrich wrote:
>
> das mit dem "Rechtsberatung unentgeltlich" wurde ja bereits im
Thread
> "kostenlose Rechtsberatung verboten" vom 08.07. geklärt. Es
ist den Anwälten
> NICHT untersagt kostenfrei zu arbeiten.
Dann mal viel Glück einen Rechtsanwalt zu finden, der kostenlos für
Dich
arbeitet.
Der Hintergrund des Verbots kostenlosen altruistischen Rechtsberatung
ist ein ganz anderer.
Sehr gutausgebildenten Juristen z. B. Richter sind von altruisischer
Rechtsberatung ausgeschlossen waren:
http://www.forumjustizgeschichte.de/Wasch mir den
P.198.0.html . Wie
soll das den (unbemittelten) Verbraucher schützen?
Wie kann sich die Anwaltschaft gegen dieses Urteil des
Verfassungsgerichtes stellen:
http://www.rechtsberatungsgesetz.info/show/44899.html ohne
dass man
merkt, dass hier nicht der Verbrsucherschutz dahinter steckt?
Hitler ging es 1935 nicht darum gute Rechtsberatung zu sichern, sondern
den jüdischen Anwälten, die aus der Rechtsanwaltskammer
ausgeschlossen
wurden (1935 waren immer noch 50 % der Rechtsanwälte in Berlin Juden)
auch die kostenlose Hilfe (auch für Familienmitglieder:
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id
Neues Rechtsberatungsgesetz
Falk Willberg schrieb:
> Es ist nur dem Zufall zu verdanken, daß noch keine Schadsoftware
Akten
> von Gerichten oder Anwälten öffentlich verteilt hat.
Möglicherweise weniger dem Zufall als der technischen
Rückständigkeit.
Es ist mir jedenfalls keine Schadsoftware bekannt, die Aktenordner aus
dem Archiv holt und auf den Scanner legt ... ;-)
... Martin